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11. März 2021

Vatikan: Heilig-Land-Kollekte ist elementar

Der Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, hat per Brief eindringlich für die Heilig-Land-Kollekte geworben. Ohne Hilfen drohe die die kleine christliche Gemeinde im Nahen Osten noch mehr zu schwinden, so Sandri.

 

Auch in allen Schweizer katholischen Pfarreien wird in den Gottesdiensten in der Karwoche die Kollekte für die Christinnen und Christen im Heiligen Land aufgenommen.

„Möge die Sammlung Pro Terra Sancta 2021 für alle Anlass sein, den Blick nicht abzuwenden, nicht einfach weiterzugehen, die Notsituationen und Schwierigkeiten unserer Brüder und Schwestern, die an den Heiligen Stätten leben, nicht zu ignorieren“, heißt es in dem an diesem Donnerstag vom Vatikan veröffentlichten Schreiben. Wenn diese „kleine Geste der Solidarität und des Teilens“ nachlasse, könnten viele Christen im Nahen Osten ihre Heimat verlassen. Nachlassende Hilfen wirkten sich zudem negativ auf die Bildungsarbeit der christlichen Schulen und das soziale Engagement der Kirche zugunsten der Armen und Leidenden aus. Nicht zuletzt müsse zudem für die Heiligen Stätten gesorgt werden, so der Kurienkardinal.

Einbußen bei der Kollekte 2020

Die traditionell als Karfreitagskollekte bekannte weltkirchliche Opfersammlung war im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie in den Herbst verschoben worden. Kardinal Sandri berichtete, dass es dennoch in vielen Ländern Schwierigkeiten gab, die Sammlung durchzuführen und die Erlöse zurückgingen. Dabei wären aufgrund der Pandemie eigentlich mehr Hilfen nötig gewesen:

„In vielen Ländern hat das Fortbestehen von Kriegen und Sanktionen die Auswirkungen der Pandemie verschärft“

„Im Jahr 2020 litten die Christen dieser Länder unter einer Isolation, durch die sie sich noch mehr getrennt und abgeschnitten fühlten vom lebenswichtigen Kontakt mit den Schwestern und Brüdern aus der ganzen Welt. Sie leiden unter dem Verlust der Arbeit aufgrund des Ausbleibens der Pilger und der daraus resultierenden Schwierigkeit, in Würde leben und für ihre Familien und Kinder sorgen zu können. In vielen Ländern hat das Fortbestehen von Kriegen und Sanktionen die Auswirkungen der Pandemie verschärft“, führt Kardinal Sandri aus. Mit einem Zitat aus dem Schreiben „Fratelli tutti“, in dem Papst Franziskus 2020 gerade auch angesichts der Corona-Pandemie zu weltweiter Solidarität und Geschwisterlichkeit aufruft, mahnt der Kurienkardinal alle zu Nächstenliebe und konkreter Hilfe:

„Wir haben uns angewöhnt wegzuschauen“

„Sagen wir es so, in vieler Hinsicht haben wir Fortschritte gemacht, doch wir sind Analphabeten, wenn es darum geht, die Gebrechlichsten und Schwächsten unserer entwickelten Gesellschaften zu begleiten, zu pflegen und zu unterstützen. Wir haben uns angewöhnt wegzuschauen, vorbeizugehen, die Situationen zu ignorieren, solange uns diese nicht direkt betreffen.“(Fratelli tutti, 64).“

Hintergrund

Die Kollekte unter dem lateinischen Motto „Pro Terra Sancta“ (Für das Heilige Land) wurde von Papst Paul VI. (1963-1978) initiiert. Sie ist als Zeichen konkreter Solidarität für die in der Region lebenden Christen gedacht. Aufgrund der Corona-Pandemie fand im vergangenen Jahr die traditionelle Kollekte für das Heilige Land an unterschiedlichen Terminen statt. Dabei variieren die Stichtage zwischen der Kirche in Deutschland und der Weltkirche. Während die deutschen Bischöfe für den Palmsonntag und Karfreitag zu Spenden für Seelsorge- und Sozialprojekte im Nahen Osten aufriefen, wurde auf Ebene der Weltkirche die Kollekte am 13. September durchgeführt. Es handelte sich dabei um den Sonntag vor dem Fest Kreuzerhöhung (14. September), das wiederum thematisch eng mit dem Karfreitag verbunden ist.

(vatican news – sst)

 

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23. Februar 2021

Ägypten: Neuer „Jesus-Weg“ soll Tourismus beleben

In Samannoud im östlichen Nildelta ist eine christlich inspirierte Gedenkstätte eröffnet worden: An diesem Ort soll die Heilige Familie auf ihrer Flucht nach Ägypten, von der das Evangelium berichtet, zum ersten Mal Rast gehalten haben.

Den auf drei Jahre geschätzten Aufenthalt von Maria und Josef mit dem Jesusknaben in Ägypten haben schon früh apokryphe Berichte mit Wundertaten ausgeschmückt, die dann bis in den Koran gelangten. Im Mittelalter begannen dann die koptischen Christen verschiedene mutmaßliche Stationen der Heiligen Familie als Wallfahrtsorte in Anspruch zu nehmen: 31 in Kirchen verwandelte Wohnhäuser, acht Grotten, 18 Quellen oder Brunnen sowie 13 Bäume, in deren Schatten das Jesuskind geruht haben soll.

Marias erstes Brot in Ägypten
Einer dieser Gedenkorte ist bis heute Samannoud an einem östlichen Nilarm, das antike Sebennytos. Dort sollen Jesus und seine Eltern bei ihrem Eintreffen in Ägypten Rast gehalten und Maria das erste Brot gebacken haben. Daran wird jedes koptische Kirchenjahr am 1. Juni (24. Baschan) erinnert. Diesmal mit einer eigens dafür adaptierten Kirche, die schon jetzt geweiht wurde.

Im Rahmen eines Projekts „Jesus und seine Familie“ sollen weiter alle Erinnerungsstätten ausgebaut und durch einen Pilgerweg verbunden werden, wie der Ökumene-Fachdienst der Katholischen Nachrichten-Agentur berichtet. Einen solchen Pilgerweg hatte es bereits im 13./15. Jahrhundert gegeben. Er war besonders bei abendländischen Wallfahrern beliebt, die ihrem Besuch des Heiligen Landes und des Sinai häufig Ägypten anschlossen. Der letzte Minnesänger Oswald von Wolkenstein (1376-1445) berichtet davon. Später geriet der Pilgerweg in Vergessenheit, doch blieben die einzelnen Erinnerungsstätten erhalten.

Neubelebung des Tourismus?
Mehrere Versuche, den „Jesus-Weg“ neu zu beleben, scheiterten in der Vergangenheit. So blieb ein „Heilige-Familie-Marsch“ von 1981 eine Eintagsfliege. Der neue, jetzt in Samannoud eröffnete „Jesus-Weg“ steht im Zeichen einer Neubelebung des Tourismus am Nil. Das ägyptische Fremdenverkehrsministerium hat zu den Installationen in Samannoud – Kirchenrenovierung, Pilgerhospiz, Marien-Museum und Wegweiser zu der Gedenkstätte – 7,5 Millionen ägyptische Pfund (rund 400.000 Euro) beigesteuert.

(kna – pr)

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18. Januar 2021

Trotz Lockdown in Kontakt mit den Flüchtlingsfamilien

Der Libanon erlebt auch nach der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut am 4. August 2020 und der anhaltenden Wirtschafts- und Regierungskrise eine äusserst schwierige Zeit.

Der Leiter unseres Partnerhilfswerks Beit-El-Nour (Haus des Lichts) in Beirut, Dr. Robert Caracache, meldet Mitte Januar 2021: „Wir leben hier im Libanon in einer Krise in der Krise und alles scheint auf allen Ebenen zusammenzubrechen. Statistisch gesehen liegen wir mit Covid 19-Ansteckungen weltweit nach den USA und Grossbritannien an dritter Stelle proportional zur Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner. Die Infektionszahlen pro Tag explodieren und in den Spitälern sind alle Betten belegt.“

Die Beratungs- und Präventionszentren von Beit-El-Nour in zwei Flüchtlingslagern in  Beirut mussten während der Coronakrise mehrfach schliessen. Deshalb haben die Sozialarbeiterinnen Onlineangebote entwickelt. Damit können sie mit den Familien in Kontakt bleiben und diese auch daheim weiterhin beraten. Die ebenfalls angebotenen Online-Meditations- und Yogakurse für Kinder helfen mit, Stresssituationen und psychologische Spannungen in den Familien zu vermindern.

Spendenvermerk: Beit-El-Nour

 

Meditations- und Yogakurse für Kinder online

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26. November 2020

Wir haben noch Hoffnung

Annie Kaloust leitet den Sozialdienst des armenisch-katholischen Patriarchats in Beirut. Unsere Partnerin berichtet von der aktuellen Notsituation in ihrer Stadt. Trotz des immensen Leids haben die Menschen in Bourj Hammoud die Hoffnung nicht aufgegeben, wieder so wie früher leben zu können.

Zerstörte Lagerhalle im Beiruter Hafen in unmittelbarer Nachbarschaft von Bourj Hammoud.

Das Quartier Bourj Hammoud liegt in unmittelbarer Nähe des Beiruter Hafenbezirks und war bereits vor der Explosion am 4. August 2020 massiv von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Trotz der restriktiven Quarantänemassnahmen stieg die Zahl der Infektionen in dem dicht besiedelten Stadtteil steil an. Ein massiver Währungsverfall verschärfte die sozialen und wirtschaftlichen Probleme. In dieser Zeit hat die armenisch-katholische Gemeinschaft begonnen, Lebensmittelpakete an die notleidende Bevölkerung zu verteilen.

Bittere Schadensbilanz

Am 4. August starben 17 Menschen in unserem Bezirk, 200 wurden zum Teil schwer verletzt. Viele Geschäfte und Häuser wurden zerstört. Mit der Unterstützung eines Ingenieurs und eines Technikers machten wir eine erste Schadenbilanz in unserer Pfarrei: 45 Häuser wurden zerstört, im ganzen Stadtbezirk waren es total etwa 300.

Unser Sozialdienst verteilte Geld an notleitende Bewohnerinnen und Bewohner von Bourj Hammoud und unterstützte alte und chronisch kranke Menschen und Kinder mit Zahlungen für Medikamente und beim Begleichen ihrer Krankenhausrechnungen. Bei unseren Hausbesuchen trafen wir auch auf eine grosse Zahl von traumatisierten Kindern, deren Familien wir nun begleiten. Trotz des immensen Leids haben die Menschen in Bourj Hammoud die Hoffnung nicht aufgegeben, so zu leben wir früher.

Der Bedarf an Hilfe ist gross

Wir haben einen grossen Bedarf an Notfallhilfe für die Finanzierung der horrenden Gesundheitskosten und sowie für den Mahlzeitendienst, der allen Bedürftigen jeden Tag eine warme Mahlzeit ermöglicht.

 

Spendenvermerk: Nothilfe Bourj Hammoud

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21. September 2020

Damit die Flamme der Hoffnung nicht erlischt – GV in Sursee

Am Montag, 21. September, fand die diesjährige Generalversammlung des Schweizerischen Heiligland-Vereins in Sursee statt. Dank eines grosszügigen Legats konnte der Verein im Vorcoronajahr 2019 einen Gewinn von über 20‘000 Franken ausweisen. Im vergangenen Jahr wurden knapp eine halbe Million Franken an etwa 30 ostkirchliche Projektpartner im Libanon, in Syrien, im Irak, in Israel und Palästina sowie in Ägypten in den Bereichen Bildung, Sozialarbeit, Sozialpastoral und Nothilfe ausbezahlt. Der Grossteil der Spenden stammt aus dem Karwochenopfer der Schweizer Bischöfe.

Schwester Jocelyne Joumaa aus Jabboulé, einem Dorf an der libanesisch-syrischen Grenze, wurde per ZOOM live zugeschaltet.

Auf der Versammlung wurde in einer Erneuerungswahl der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt. GV Gast Schwester Jocelyne Joumaa aus Jabboulé, einem Dorf in der Bekaa-Ebene an der libanesisch-syrischen Grenze, konnte wegen der anhaltenden Wirtschafts- und Gesundheitskrise im Libanon nicht in die Schweiz kommen und wurde per ZOOM live zugeschaltet. Sie berichtete von der katastrophalen Lebenssituation im Zedernstaat. „Wir leben von einem Moment zum nächsten. Wir wissen nicht, was morgen ist. Wir haben keine Perspektive. Alles ist unsicher, alles ist bedroht.“ Ob die beiden Schulen der Schwesterngemeinschaft wie geplant Ende September öffnen könnten, sei immer noch ungewiss. Der libanesischstämmige Pfarrer Samih Raad aus Metz erklärte in seinem Vortrag die historische Vorgeschichte aus Parteienzwist, religiösen Konflikten und Korruption im Libanon, die zur aktuellen Politik- und Wirtschaftskrise führte.

Pater Samih Raad aus Metz war Gast an der Mitgliederversammlung in Sursee.

An der Mitgliederversammlung lancierte der Vorstand das diesjährige Schwerpunktprojekt, das Spenden für das Bezahlen der Löhne der Lehrpersonen an den beiden Schulen der Schwestern von Jabboulé sammelt, damit diese Leuchttürme in der libanesischen Bildungslandschaft weiter strahlen können.

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9. September 2020

Im Fokus – «Damit die Flamme der Hoffnung nicht erlischt!»

Unter schwierigsten Verhältnissen halten die Schwestern von Jabboulé in der Bekaa-Ebene an der libanesisch-syrischen Grenze die Flamme der Humanität und Nächstenliebe am Brennen. Der Libanon steht vor dem Staatsbankrott. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt bereits unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Menschen, steigt rasant. Mehr als eineinhalb Millionen syrische Flüchtlinge leben in einem Land mit sieben Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Zehntausende von Menschen ohne Zukunft hausen in Palästinenserlagern im ganzen Land.

 

Während viele Menschen das Land Richtung Europa und Nordamerika verlassen, bekräftigen die Schwestern von Jabboulé ihr Engagement für das libanesische Volk: «Was dem Libanon am meisten fehlt, mehr als Wasser, mehr als Strassen, mehr als Elektrizität, sind Menschen, die sich voll und ganz für das Gemeinwohl einsetzen und die auf allen Ebenen zusammenarbeiten, um die vielfältigen Probleme dieses Landes zu lösen», betont Sr. Jocelyne Joumaa, die Oberin der Gemeinschaft.

Durch die Coronakrise
In der Coronakrise halten die Schwestern und die Lehrerinnen und Lehrer der beiden Schulen in Jabboulé und Jdeideh den Schulbetrieb weiterhin am Laufen. Während der Ausgangssperre erfolgte der Unterricht auf den verschiedenen Stufen per WhatsApp, damit die Schülerinnen und Schüler keinen Schulstoff verpassten.

Einige Schwestern fahren regelmässig in die umliegenden Dörfer und verteilen Lebensmittelpakete an arme Familien. Jede Woche können sie, dank der Unterstützung lokaler Wohltäter, in Beirut neue Vorräte abholen. Damit können sie jedes Paket so zusammenstellen, dass es den Bedürfnissen der Familien entspricht. Dabei hilft ihnen eine von Vertrauenspersonen vor Ort erstellte Liste.

Ein Land kommt nicht zur Ruhe
«Seit der Coronakrise haben die Grossdemonstrationen im Land zunächst nachgelassen,» erzählt Sr. Jocelyne. Mit der katastrophalen Wirtschafts- und Finanzkrise nehmen sie aber wieder zu. Inzwischen haben so viele Menschen ihre Arbeit verloren und kein Einkommen mehr, dass die Verarmung bereits bei über fünfzig Prozent liegt. Die Menschen schreien vor Hunger. «Anfangs Juni hat der Bildungsminister das Ende des Schuljahres angekündigt, weil Eltern ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken oder sie den Schulbesuch ihrer Kinder nicht mehr bezahlen können,» erzählt die Ordensfrau.

Die Schwesterngemeinschaft im Wirtschaftsstrudel
Der Zerfall der libanesischen Währung bedroht auch die wirtschaftliche Existenz der Schwestern. «Das Geld, das wir heute in den Händen halten, verliert so schnell an Wert, dass es morgen nur noch einen Bruchteil wert ist,» berichtet Sr. Jocelyne. Eine weitere Schwierigkeit sind die hohen Lebenshaltungskosten. «Wir sind mit einem exorbitanten Preisanstieg konfrontiert,» erzählt die Oberin. «Die Supermärkte schreiben die Produkte gar nicht mehr an, weil sich die Preise von einem Tag auf den andern ändern.»

Leuchttürme in der libanesischen Bildungslandschaft
Bisher ist es den Schwestern gelungen, ihre beiden Schulen am Leben zu erhalten. «Wir sorgen für eine qualitativ hochwertige Bildung, damit auch Kinder aus bescheidenen Familienverhältnissen eine Zukunft haben,» erklärt Sr. Jocelyne. «Insbesondere katholische Schulen sind Leuchttürme der Hoffnung, weil sie sich für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben in einer zerrissenen Gesellschaft einsetzen.» Dennoch nimmt der Druck auf die Schwestern immer mehr zu. Seit mehreren Jahren haben sie keine Zuschüsse mehr vom Bildungsministerium erhalten und die Eltern sind mittlerweile nicht mehr in der Lage, die Schulgebühren für ihre Kinder aufzubringen.

Spendengelder können die Schulen retten
All dies bringt die Schwestern in Gefahr. In diesem Jahr haben sie noch keine Lehrerinnenlöhne zahlen können, was auch die Existenz der Familien der Lehrpersonen bedroht. «Wenn wir unsere beiden Schulen schliessen müssten, würden mehr als 800 Familien unserer Schüler versprengt. 90 Lehrpersonen würden arbeitslos und statt ihnen zu helfen, in ihrer Region zu bleiben, würden wir uns mitschuldig machen, dass sie in die Stadt ziehen oder in den Westen immigrieren müssten», erklärt Sr. Jocelyne. Deswegen bitten die Schwestern von Jabboulé um finanzielle Unterstützung und Hilfe bei der Sicherung der Lehrerinnengehälter. Damit die Schulen weiterbestehen können, für die Kinder und Jugendlichen in der Bekaa-Ebene, für die Lehrerinnen und Lehrer, für die Eltern und die Schwestern.

Spendenvermerk: Lehrerinnenlöhne für Jabboulé

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9. September 2020

Soforthilfe Libanon – Nahrungsmittel für Hungernde

Jedes Paket mit Nahrungsmitteln zählt. Die Explosionskatastrophe in Beirut hat die katastrophale Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon weiter verschärft. Unsere Projektpartner vor Ort verteilen auch Essen und Lebensmittelpakete.

Jedes Paket mit Nahrungsmitteln zählt. Die Explosionskatastrophe in Beirut hat die katastrophale Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon weiter verschärft. Unsere Projektpartner vor Ort verteilen auch Essen und Lebensmittelpakete.

Spendenhinweis „Soforthilfe für Libanon“.

Unterstützen Sie auch unsere Projekte in Libanon

 

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22. August 2020

Medientipp – For Sama

Waad al-Kateab studiert im syrischen Aleppo Wirtschaftswissenschaften, als die Menschen auf die Strasse gehen und Freiheit einfordern. Während den Demonstrationen lernt sie den Arzt Hamza kennen, die beiden heiraten und bekommen eine Tochter: Sama. Ihr schreibt sie diesen filmischen Brief, denn mit ihrer Kamera dokumentierte Waad in den Jahren seit dem Aufstand gegen Baschar al-Assad das Leben und Sterben in Aleppo.

For Sama von Waad ald-Kateab und Edward Watts, Syrien. Als DVD in der Edition Trigon Film erhältlich.

 

Der Film beginnt mit einem Chaos von Bildern, die unter Bomben aufgenommen wurden; es herrscht Hysterie, als die Kamera das Baby Sama sucht. «In welches Leben habe ich dich gebracht?», fragt die Filmemacherin ihre kleine Tochter aus dem Off. Dann blendet sie zurück zu den freudigeren Bildern aus der Zeit, in der es mit den Demonstrationen 2012 losging und Studierende gegen die Politik von Baschar al-Assad protestierten. Die Euphorie endet abrupt, als Leichen von Folteropfern auf dem Fluss treiben. Viele sind in jenen Tagen aus
Aleppo geflüchtet, aber Waad blieb bei Hamza, der ein provisorisches Krankenhaus in einem Keller einrichten konnte. Verwundete jeden
Alters kommen an, Waad hört nicht auf, das zu filmen und die Kamera auf den Schrecken wie den Mut der Ärzte und Pflegenden zu halten, die retten, wer gerettet werden kann.

Das ist kein Dokumentarfilm im engeren Sinn, keine Analyse der politischen Situation in Syrien. Über die Menschen, die wir sehen, erfahren wir das, was ihr Handeln zum Ausdruck bringt. Der Blick ist ein klar subjektiver. Das schmälert die Qualität und Bedeutung dieses «Zeugnisses aus erster Hand» nicht, denn das immense Verdienst des Filmes ist es, uns bis in auf die Eingeweide die Hölle des Krieges erfahren zu lassen, die Waad, Hamza und Sama und all die Opfer jedes mörderischen Wahnsinns erleben müssen. Das Geräusch von Bomben draussen und der Staub, der durch die Explosionen aufgewirbelt wird, verstärken den Eindruck, in den Keller­gängen eingesperrt zu sein, vollgepackt mit verwundeten und verängstigten Menschen, die von aussen bedroht sind. Notwendige, unvergessliche Bilder. Ein einzigartiges Zeitdokument, das in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

trigon-film.org

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20. August 2020

Die Schwester von Jabboulé im Libanon bitten Sie um Ihre Hilfe!

«Was dem Libanon am meisten fehlt, mehr als Wasser, mehr als Strassen, mehr als Elektrizität, sind Menschen, die sich voll und ganz für das Gemeinwohl einsetzen und auf allen Ebenen zusammenarbeiten, um die vielfältigen Probleme dieses Landes zu lösen», betonte Schwester Jocelyne in einem Gespräch mit dem Schweizerischen Heiligland-Verein schon vor der Explosionskatastrophe von Beirut. Schwester Jocelyne ist die Oberin einer katholischen Ordensgemeinschaft, die in Jabboulé und Jdeideh an der libanesisch-syrischen Grenze in der Bekaa-Ebene zwei Schule führt.

Sr. Jocelyne bei der Olivenernte in Jabboulé

Die Lage im Libanon ist verzweifelt. Die politische Elite ist korrupt. Die libanesische Währung befindet sich im freien Fall. Lebensmittel werden immer knapper. Die Preise steigen. Von dieser Wirtschaftskrise sind natürlich auch die Schwestern und ihre Schulen betroffen. Die meisten Eltern können ihr Schulgeld nicht mehr bezahlen. Deshalb können die Schwestern den Lehrerinnen- und Lehrern keine Löhne mehr zahlen. Der Unterricht findet im Moment trotzdem statt, wenn er auch wie in vielen anderen Ländern wegen der Pandemie schränkt werden musste.

Lehrerinnenlöhne seit Oktober 2019 nicht mehr bezahlt

Als unsere Geschäftsstellenleiterin vor vier Wochen mit Schwester Jocelyne telefonierte und ihr mitteilte, dass der Schweizerische Heiligland-Verein 20’000 Franken aus seinem Nothilfefond den Schwestern überweisen werde, brach sie angesichts dieses Solidaritätszeichen in Tränen. Obwohl mit diesem Betrag lediglich die ausstehenden Lehrerlöhne eines Monats bezahlt werden können, die seit Oktober 2019 nicht mehr bezahlt wurden.

Unterstützen Sie Jabboulè!

Die Existenz der beiden Schulen ist ernsthaft bedroht. «Wenn wir unsere Schulen schliessen müssten, würden mehr als 800 Familien unserer Schülerinnen und Schüler versprengt. 90 Lehrpersonen würden arbeitslos und statt ihnen zu helfen, in ihrer Region zu bleiben, würden wir uns mitschuldig machen, dass sie in die Stadt ziehen oder in den Westen immigrieren müssten», erklärt Schwester Jocelyne. Deswegen lanciert der Schweizerische Heiligland-Verein in diesem Jahr als Schwerpunktprojekt «Lehrerinnenlöhne für Jabboulé», damit die Schulen im Südlibanon weiterbestehen können.

 

Informationsflyer Im Fokus: Lehrerinnenlöhne für Jabboulé

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4. Mai 2020

Eine Videobotschaft der La-Salle-Schulbewegung!

Diese Nachricht erreichte uns von den La-Salle-Schulbewegung aus dem Heiligen Land und folgende Videobotschaft:

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde vom Schweizerischen Heiligland-Verein

Ich hoffe, dass es euch und eueren Lieben gut geht. Es sind wirklich schwere Zeiten. Die Pandemie des Coronavirus hat die ganze Welt heimgesucht.

Ich selbst als Koordinatorin der Lasallian-Schulen im Heiligen Land und in Jordanien, zu denen eine Schule in Bethlehem, eine Schule in Jaffa, eine Schule in Jordanien und zwei Schulen in Jerusalem gehören, habe es ungeheuer schwer, finanzielle Unterstützung zu finden, um die Hälfte der Lehrergehälter zahlen zu können, da die Eltern kein Schulgeld bezahlt haben, um die Gehaltszahlungen zu decken. Unsere christliche Gemeinschaft leidet in diesen dunklen Tagen. Wir sind auf der Suche nach jeder möglichen finanziellen Unterstützung, um unsere christlichen Mitarbeiter, insbesondere in Bethlehem, zu unterstützen. Das ist wirklich beispiellos; wir beten um die Gnade und Unterstützung des Herrn.

Mit geschwisterlichen Grüssen
George

PS Bitte beachtet auch beiliegende Videobotschaft!

 

 

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