Damit die Flamme der Hoffnung nicht erlischt – GV in Sursee

Am Montag, 21. September, fand die diesjährige Generalversammlung des Schweizerischen Heiligland-Vereins in Sursee statt. Dank eines grosszügigen Legats konnte der Verein im Vorcoronajahr 2019 einen Gewinn von über 20‘000 Franken ausweisen. Im vergangenen Jahr wurden knapp eine halbe Million Franken an etwa 30 ostkirchliche Projektpartner im Libanon, in Syrien, im Irak, in Israel und Palästina sowie in Ägypten in den Bereichen Bildung, Sozialarbeit, Sozialpastoral und Nothilfe ausbezahlt. Der Grossteil der Spenden stammt aus dem Karwochenopfer der Schweizer Bischöfe.

Schwester Jocelyne Joumaa aus Jabboulé, einem Dorf an der libanesisch-syrischen Grenze, wurde per ZOOM live zugeschaltet.

Auf der Versammlung wurde in einer Erneuerungswahl der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt. GV Gast Schwester Jocelyne Joumaa aus Jabboulé, einem Dorf in der Bekaa-Ebene an der libanesisch-syrischen Grenze, konnte wegen der anhaltenden Wirtschafts- und Gesundheitskrise im Libanon nicht in die Schweiz kommen und wurde per ZOOM live zugeschaltet. Sie berichtete von der katastrophalen Lebenssituation im Zedernstaat. „Wir leben von einem Moment zum nächsten. Wir wissen nicht, was morgen ist. Wir haben keine Perspektive. Alles ist unsicher, alles ist bedroht.“ Ob die beiden Schulen der Schwesterngemeinschaft wie geplant Ende September öffnen könnten, sei immer noch ungewiss. Der libanesischstämmige Pfarrer Samih Raad aus Metz erklärte in seinem Vortrag die historische Vorgeschichte aus Parteienzwist, religiösen Konflikten und Korruption im Libanon, die zur aktuellen Politik- und Wirtschaftskrise führte.

Pater Samih Raad aus Metz war Gast an der Mitgliederversammlung in Sursee.

An der Mitgliederversammlung lancierte der Vorstand das diesjährige Schwerpunktprojekt, das Spenden für das Bezahlen der Löhne der Lehrpersonen an den beiden Schulen der Schwestern von Jabboulé sammelt, damit diese Leuchttürme in der libanesischen Bildungslandschaft weiter strahlen können.

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