Die Lage in Syrien ist verheerend

Vom 20. Juni bis 22. Juni, fand die 91. Versammlung für die Hilfe der orientalischen Kirchen in Rom statt. Die Versammlung feierte auch das 50. Jahr ihres Bestehens. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die politische Situation im Nahen Osten – in der Türkei, in Israel, in Palästina, Irak, Jordanien und Syrien.

Insbesondere die Lage in Syrien kam in den Fokus der Berichterstattung. Kardinal Mario Zenari, apostolischer Nuntius in Syrien legte erschütternde Zahlen auf den Tisch: 13,1 Millionen Menschen von 15 Millionen Menschen, die noch in Syrien leben, sind heute auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 6 Millionen Kinder. 5,6 Millionen Menschen hungern. 70 Prozent der Bevölkerung lebt in extremer Armut. 2 Millionen Menschen leben in schwer zugänglichen Gebieten und können sich nicht im Land bewegen. Weitere 5,6 Millionen leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern Türkei, Libanon, Jordanien und Irak, darunter 2,6 Millionen Kinder. 12 Millionen Menschen sind vertrieben, zwei Drittel der Ärzte haben das Land verlassen, ein Drittel der Schulen sind zerstört. 2,8 Millionen Kinder können keine Schulen besuchen.

Sein Fazit: «2018 hat sich die humanitäre Krise in Syrien weiter zugespitzt, 700’000 Menschen wurden allein in diesem Jahr in die Flucht getrieben, in Idlib und Ostgoutha ist die humanitäre Situation katastrophal. Der Exodus der Christinnen und Christen aus Syrien, weil sie keine Zukunft sehen, keine Bewegungsfreiheit haben und unter der schweren ökonomischen Krise leiden, schreitet voran. Im achten Jahr des Syrienkriegs sind die Folgen verheerend.»

Grosse Betroffenheit der Teilnehmenden auf dem internationalen
Treffen für die Hilfe Orientalischer Kirchen in Rom angesichts verstörender
Fotos aus dem Syrienkrieg