«Unsere Arbeit bleibt fragil»: Die Schwestern von Jabboulé bleiben dran
In einem Rundschreiben blickt Schwester Jocelyne Joumaa auf ein besonders schwieriges Schuljahr 2024/25 zurück: Trotz wirtschaftlicher, politischer und sozialer Herausforderungen hätten sich die Verantwortlichen an der bischöflichen Schule in Jabboulé «weder für Angst noch für Müdigkeit, sondern für die Hoffnung entschieden».
Trotz schwieriger Umstände blickt die Schule der Schwesterngemeinschaft Unserer Lieben Frau vom Guten Dienst in der Bekaa-Ebene im Nordosten des Libanon auf ein erfolgreiches Schuljahr zurück. Wie die Schulleiterin Schwester Jocelyne berichtet, erhielten die Kinder und Jugendlichen nicht nur Unterricht von hoher pädagogischer und didaktischer Qualität, sondern auch «einen Hauch von Leben, Schönheit und Licht in einer von Prüfungen verdunkelten Zeit».

Zu den besonderen Momenten des Jahres zählte der Besuch des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Paolo Borgia. Der Botschafter des Papstes im Libanon
bezeichnete Schule und Waisenhaus als «ein Zeichen lebendiger Hoffnung im Herzen der Kirche». Zugleich dankte er den Schwestern für ihren Einsatz während des sogenannten Oktoberkriegs, als sie mehr als 850 Vertriebene aufnahmen und versorgten.
Ein Schwerpunkt des Unterrichts lag im vergangenen Jahr auf der Förderung aktiver Staatsbürgerschaft. Mit Besuchen beim Bürgermeister, einer Führung durch die regionale Müllsortieranlage und Exkursionen in verschiedene Landesteile lernten die Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für ihre Gemeinschaft und Umwelt zu übernehmen – Staatskunde ganz konkret.
Trotz aller Erfolge bleibt die Situation herausfordernd. «Unsere Arbeit ist noch nicht beendet, sie bleibt fragil – und sie braucht euch weiterhin», schreibt Schwester Jocelyne abschliessend an die Unterstützerinnen und Unterstützer vom Schweizerischen Heiligland-Verein.
Boris Schlüssel