Internationales Meeting in Rom: Klare Worte für den Frieden von Papst Leo XIV.

Einmal im Jahr treffen sich in Rom Vertreterinnen und Vertreter katholischer Hilfswerke, die sich für die orientalischen Christinnen und Christen engagieren. Nach einer pandemiebedingten Pause nahmen vom 24. bis 26. Juni 2025 Hans Rahm für den Schweizerischen Heiligland-Verein und Dr. Maria Brun für die Catholica Unio Schweiz an der Tagung teil.

Fotograf Edgar Beltrán, Wikimedia
Fotograf Edgar Beltrán, Wikimedia

 

Am Dienstagvormittag berichteten führende kirchliche Vertreter aus dem Nahen Osten über die Lage im Heiligen Land. Aufgrund des anhaltenden Krieges in Gaza konnten Patriarch Pierbattista Pizzaballa, lateinischer Patriarch in Jerusalem, und der Kustos des heiligen Landes P. Francesco Patton nicht persönlich anreisen und wandten sich mit eindringlichen Botschaften per Videokonferenz an die Teilnehmenden der ROACO (Riunione delle Opere di Aiuto per le Chiese Orientali). Am Dienstagnachmittag lag der Schwerpunkt auf Armenien.

 

 

Am Mittwochvormittag schilderten der Apostolischer Vikar von Aleppo, und der maronitische Erzbischof derselben Stadt, ihre Einschätzung zur Lage in Syrien – nur drei Tage nach dem Selbstmordanschlag in der Mar-Elias-Kirche in Damaskus. Die Christinnen und Christen blicken mit grosser Sorge auf die Entwicklung in einem Land, das nun von einer islamistischen Bewegung regiert wird. Am Nachmittag stand die Situation in Äthiopien im Mittelpunkt, wo in den vergangenen zwei Kriegsjahren Tausende Menschen ums Leben kamen und Millionen innerhalb des Landes vertrieben wurden.

Klare Worte des Papstes bei der Audienz

Am Donnerstagmorgen prangerte Papst Leo XIV. in seiner Audienz für die ROACO in scharfen Worten das weltweite Abweichen vom internationalen und humanitären Recht im Zusammenhang mit Kriegen an. Mit Blick auf den Nahen Osten, die Ukraine und andere Konflikt­regionen sprach er von einer «Schande für die Menschheit». Deutlich warnte der Papst vor absichtlich verbreiteten Falschmeldungen über Kriege und deren Ursachen. Solche Machwerke müssten «entschlossen entlarvt» werden, denn: «Menschen dürfen nicht wegen Fake News sterben.»

Hans Rahm

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