Papst Leo XIV. im Libanon – für Dialog und Frieden
Vom 30. November bis 2. Dezember 2025 besuchte Papst Leo XIV. den Libanon im Rahmen seiner ersten Apostolischen Reise ins Ausland, die ihn zuvor auch in die Türkei geführt hatte. Diese Reise war nicht nur ein historisches Ereignis für den Libanon, sondern ein wichtiges Zeichen der Solidarität, des Dialogs und des Friedens in einer Region, die seit Jahren von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen geprägt ist.
Der Besuch führte den Papst unter anderem nach Beirut, zu interreligiösen Begegnungen mit muslimischen Vertretern, und zum berühmten Marienheiligtum «Unserer Lieben Frau vom Libanon» in Harissa (siehe Foto unten). Dort traf er Bischöfe, Priester, Ordensleute und Seelsorgende der orientalischen Kirchen und unterstrich in seinen Ansprachen, dass Glauben Leben im Dienst an anderen bedeutet – und dass Christinnen und Christen und andere Religionsgemeinschaften gemeinsam Wege des Friedens und der Versöhnung gehen können.
Ein bewegender Moment der Reise war auch das Gebet am Grab des heiligen Charbel Makhlouf im Kloster Saint Maroun in Annaya. Der libanesische Heilige wird nicht nur von Christinnen und Christen, sondern auch von vielen Muslimen verehrt. Der Papst betete dort für Frieden im Libanon und in der gesamten Region – ein symbolisches Zeichen der Verbundenheit über konfessionelle Grenzen hinweg.

Besonders für die maronitische Kirche war der Besuch eine wichtige Ermutigung, wie unser Projektpartner Erzbischof Charbel Abdallah von Tyr im Südlibanon nach dem Besuch betonte. «Viele Menschen empfanden seinen Besuch als Zeichen, dass ihre Sorgen gesehen werden und sie nicht vergessen sind.»
So wurde der Papstbesuch vor allem als spirituelle Geste wahrgenommen – als Einladung, Hoffnung zu bewahren und Brücken zwischen Menschen und Religionen zu bauen.
Andreas Baumeister
Zusammenschau Pressemitteilungen