Die Epiphanie-Schule in Jabboulé – Ein Zufluchtsort in der libanesischen Krise

Anfang März haben wir ein Schreiben unserer Partnerin Schwester Jocelyne Joumaa aus Jabboulé erhalten. Wir fassen ihren Bericht zusammen – In der abgelegenen Region in der nördlichen Bekaa-­Ebene im Libanon ist die Epiphanie-Schule von Jabboulé zum Schutzort für Vertriebene geworden.

Während das Land unter Gewalt, wirtschaftlicher Not und politischer Insta­bilität leidet, zeigt sich hier, wie Bildung und Solidarität Hoffnung schenken. Inzwischen hat sich die politische Situation im Libanon etwas entspannt. Die Notwendigkeit, die Arbeit der Schwestern zu unterstützen, bleibt.

Nach Bombenangriffen auf benachbarte Dörfer verwandelte sich die Schule fast über Nacht in eine Notunterkunft. Rund 100 Menschen – Familien, Ältere und vor allem Kinder – fanden hier Schutz, oft nur mit wenigen Habseligkeiten. «Wir haben Klassenzimmer zu Schlafstätten umfunktioniert und für Wärme gesorgt», berichtet Schulleiterin Mutter Jocelyne Joumaa. Trotz Kälte und Unsicherheit bot die Schule Würde und Trost.

Mittlerweile haben einige Familien eine neue Unterkunft gefunden, doch etwa 50 Menschen bleiben vorerst in der Schule. Parallel dazu hält der Unterricht für fast 1000 Schüler weiter an. «Für die Kinder ist die Schule ein Ort der Stabilität», sagt Schwester Jocelyne. «Sie kommen mit Ängsten, doch wir geben ihnen nicht nur Unterricht, sondern auch Sicherheit und Normalität.»

Die Krise im Libanon ist noch lange nicht vorbei. Doch in Jabboulé wird deutlich: Selbst in dunklen Zeiten können Solidarität und Bildung Licht spenden. «Jede Hilfe zählt», betont Schwester Jocelyne. «Ob durch Spenden, Gebete oder Aufmerksamkeit – die Unterstützung von aussen gibt uns die Kraft, weiterzumachen.» Die Schule steht heute für mehr als Bildung – sie ist ein Symbol der Hoffnung in einem Land, das sie dringend braucht.

Schwester Jocelyne Joumaa

Vermerk für Ihre Spende: Hilfe für Jabboulé

Teilen Sie diese Seite