Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz organisieren wir die jährliche «Karwochenkollekte für die Christinnen und Christen im Heiligen Land» in den römisch-katholischen Pfarreien und Ordensgemeinschaften. Die gesammelten Mittel kommen vollumfänglich lokalen kirchlichen Gemeinschaften oder Institutionen verschiedener Riten in den Ursprungsländern des Christentums zugute.
Wer die Lage in den Ländern des Nahen Ostens kennt, weiss, wie sehr die Menschen auf Solidarität angewiesen sind. Mit der Karwochenkollekte fördert der Schweizerische Heiligland-Verein verschiedene Projekte in Israel, Palästina, Libanon, Syrien, Ägypten und Irak.
Ein aktuelles Interview von Beatrix Ledergerber-Baumer (FORUM Magazin der Katholischen Kirche im Kanton Zürich) und zwei Vorstandsmitgliedern gibt Einblick in die Arbeit des Heiligland-Vereins.
Für Christinnen und Christen im Heiligen Land Solidarität mit unseren Glaubensgeschwistern
Zwischen Palmsonntag und Ostern wird in den katholischen Gottesdiensten weltweit die Karwochenkollekte für die Christinnen und Christen im Heiligen Land aufgenommen. In der Schweiz tragen die Franziskaner und der Schweizerische Heiligland-Verein (SHLV) die Verantwortung für die sorgfältige Weiterleitung der Spendengelder an zahlreiche Projektpartner in Ägypten, Irak, Israel, Libanon, Palästina und Syrien.


Papst und Bischöfe rufen zu geschwisterlicher Verbundenheit und grosszügiger Solidarität mit den christlichen Schwestern und Brüdern im Nahen
Osten auf – den Ursprungsländern aller christlichen Kirchen und Gemeinschaften. In Deutschland, wo die Sammlung Palmsonntagskollekte heisst, und in der Schweiz, wo sie als Karwochenkollekte (KWK) bekannt ist, gilt eine besondere Regelung: Die gesammelten Gelder werden gemäss einem Verteilschlüssel vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande beziehungsweise vom Schweizerischen Heiligland-Verein aufgeteilt und – im Auftrag der jeweiligen Bischofskonferenzen – an Projektpartner im Nahen Osten weitergegeben.
Für Bildung, Soziales und Pastoral
Zu den langjährigen Projektpartnern, die der SHLV mit Mitteln aus der KWK unterstützt, gehören unter anderem zwei maronitische und griechisch-katholisch melkitische Kinderheime im Libanon, das Haus Gnade in Haifa, die Handwerkerschule der Salesianer in Bethlehem, die grosse Schule der Frères de La Salle in Ost-Jerusalem sowie drei griechisch-katholisch melkitische Diözesen in Syrien. Für diese Projekte sind die Beiträge zwischen 5'000 und 30'000 Franken entscheidend für ihr Fortbestehen und ihre Weiterentwicklung.

Für Wallfahrt und Präsenz im Heiligen Land
Der andere Teil der KWK fliesst – in der Schweiz wie in Deutschland – an das jeweilige Kommissariat des Heiligen Landes. Seit dem 13. Jahrhundert ist den Franziskanern die Verantwortung für das katholische Pilgerwesen im Heiligen Land anvertraut. Heute betreuen sie zentrale Wallfahrtsorte wie die Verkündigungsbasilika in Nazareth, die Hirtenfelder von Bethlehem, die Taufstätte am Jordan, Kafarnaum, den Berg Tabor und die Grabeskirche in Jerusalem. Zudem engagieren sie sich in der Pilgerseelsorge und tragen Verantwortung für mehrere Schulen.
Eindringlicher Aufruf der Schweizer Bischöfe
«Auch den Verantwortlichen in den christlichen Kirchen fällt es schwer», schreiben die Schweizer Bischöfe in ihrem diesjährigen KWK-Appell, «den Gläubigen unter sehr schwierigen Bedingungen Trost und Hoffnung zu vermitteln». Umso wichtiger sei die konkret gelebte Solidarität, die sich in der grosszügigen Unterstützung der Karwochenkollekte zeige. «Wir danken Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, für Ihre Solidarität und Ihre grossherzige Unterstützung», schliessen die Bischöfe ihren Aufruf unter dem Titel «Damit Hoffnung nicht nur ein Wort bleibt».
Boris Schlüssel
www.bischoefe.ch | www.heiligland.ch
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