Karwochenopfer

Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz organisieren wir das jährliche "Karwochenopfer für die Christen im Heiligen Land" in den römisch-katholischen Pfarreien und Ordensgemeinschaften. Die gesammelten Mittel kommen vollumfänglich lokalen kirchlichen Gemeinschaften oder Institutionen verschiedener Riten in den Ursprungsländern des Christentums zugute.

Wer die Lage in den Ursprungsländern des Christentums kennt, weiss, wie sehr die dortigen Christen auf Solidarität angewiesen sind.

Mit der Kollekte des Karwochenopfers fördert der Schweizerische Heiligland-Verein verschiedene Projekte in Israel, Palästina, Libanon, Syrien, Ägypten und Irak.

Das ausgefallene Karwochenopfer.

Trotz einer riesigen Welle der Hilfsbereitschaft von Pfarreien und Privatspendern sind wir noch lange nicht am Ziel. Wir haben 110‘000 Franken erhalten. Bis wir die etwa 800‘000 Franken der Vorjahre erreichen, sind wir weiterhin auf ausserordentliche Kollekten der Pfarreien für das ausgefallene Karwochenopfer angewiesen.

Bitte unterstützen Sie uns mit Spenden

Bitte helfen Sie mit, das Karwochenopfer 2020 zu retten

Die Absage aller öffentlichen Gottesdienste in der Kar- und Osterwoche in der Schweiz bereitet uns, den Verantwortlichen vom Schweizerischen Heiligland-Verein und der Franziskanerkustodie, besonders Sorgen. Denn damit ist das Karwochenopfer gefährdet, die Haupteinnahmequelle für unsere Hilfsgelder an Einrichtungen der Kirchen in den Ländern des Nahen Ostens wie auch die Pilgerseelsorge im Heiligen Land. Gerne bitten wir Sie deshalb um Ihre Unterstützung, das diesjährige Karwochenopfer auf anderen Wegen zu retten. Lesen Sie bitte hierzu den Brief an die Pfarreien und Kirchgemeinden.

 

Brief an die Pfarreien und Kirchgemeinden wegen der Corona-Krise und dem drohenden Ausfall des Karwochenopfers.
Brief an die Pfarreien und Kirchgemeinden als PDF zum downloaden.

Aufruf der Schweizer Bischöfe

Karwochenopfer 2020: Geschwisterliche Solidarität – Zeichen der Hoffnung

Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Wenn wir während der Karwoche in unseren Pfarreien und den Gemeinschaften den Weg Jesu vom Einzug in Jerusalem bis hinauf nach Golgota wieder einmal etwas genauer betrachten und innerlich mitgehen, dürfen wir das heutige Schicksal und das täglich erfahrene Leid der Menschen in den Ländern des Nahen Ostens nicht unbeachtet lassen. Seit Generationen sind die Menschen dort, ganz besonders unsere Geschwister in den orientalischen Kirchen, von Ungerechtigkeit, Armut, Gewalt und Krieg be-droht oder hautnah betroffen. Viele haben ihre Heimat verlassen. Viele aber harren geduldig aus – in der unverbrüchlichen Hoffnung, dass sich endlich etwas ändert und ihre persönlichen Leidenswege ein Ende haben und österlicher Friede und ein Leben in Freiheit und Gerechtigkeit einkehren.

Unter schwierigsten Bedingungen leisten viele Frauen und Männer in christlichen Gemeinden und Gemeinschaften einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft in den Ländern des «Heiligen Landes». Sie engagieren sich besonders im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und sind Zeichen der Liebe und Hoffnung weit über diese Gemeinden hinaus. Die materielle Unterstützung und geschwisterliche Ermu-tigung durch kirchliche Hilfswerke ist auch in diesem Jahr dringend nötig.

Mit dem Karwochenopfer, zu dem der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskanerkustodie Sie auch in diesem Jahr einladen, zeigen wir die tiefe Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brü-dern in den Ursprungsländern des Christentums. Wir rufen die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz erneut zur Solidarität mit den Christinnen und Christen im Nahen Osten auf. Wir wollen mit Gebeten und Spenden die einheimischen Kirchen und ihre Institutionen in ihren sozialen, pastoralen und katechetischen Tätigkeiten unterstützen, damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.

Aber nicht nur Spenden helfen, sondern auch Begegnungen. Auf Reisen in die Länder des Nahen Ostens können wir unsere orientalischen Geschwister und ihre Lebenssituation näher kennenlernen. Diese Besuche bedeuten ihnen viel und sind hoffnungsvolle Zeichen geschwisterlicher Solidarität. Inzwischen leben auch hier in der Schweiz zahlreiche Menschen aus dieser Region; auch ihnen möchten wir offen und ehrlich begegnen und Anteil nehmen an ihrem Leben.

Wir sind mit unseren Schwestern und Brüdern im Nahen Osten – und auf der ganzen Welt – im Gebet verbunden, wofür sie, das bezeugen sie immer wieder, aus tiefstem Herzen dankbar sind. Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität und Ihre grossherzige Unterstützung. Möge Gottes Segen auf die leidgeprüfte Region des Nahen Ostens herabkommen und den Menschen die lang ersehnte Versöhnung bringen.

Freiburg, im Februar 2020
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte

Karwochenopfer 2020: Projekt-Vorschläge

ProjektLandCHF
1.Universität Bethlehem, Bethlehem (Stipendienhilfe)Palästina30'000.00
2.Handwerkerschule der Salesianer, Bethlehem (Stipendienhilfe)Palästina20'000.00
3.Collège des Frères De La Salle, Ost-Jerusalem (Stipendienhilfe)Israel20'000.00
4.Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Akka, Haifa, Nazareth und dem ganzen Galiläa, Haifa (sozial-pastorale Arbeit)Israel20'000.00
5.Haus Gnade, Haifa (Sozialwerk für Strafentlassene, Sozialarbeit)Israel20'000.00
6.Ecole biblique et archéologique française, Jerusalem (Stipendienhilfe)Israel10'000.00
7.Gemeinschaft der Missionnaires de Saint Paul, Harissa (sozial-pastorale Belange)Libanon20'000.00
8.Armenisch-katholisches Patriarchat von Kilikien, Beirut (Sozialarbeit)Libanon15'000.00
9.Paroisse Notre-Dame, Père Maroun Y. Ghafari, Alma Chaab, Südlibanon (Sozialarbeit)Libanon10'000.00
10.Kinderheim und Schule der griechisch-katholisch melkitischen Sœurs de Notre-Dame du Bon Service, Jabboulé bei Baalbeck, Nordlibanon
(Sozialarbeit und Stipendienhilfe)
Libanon20'000.00
11.Kinderheim und Schule in Ain Warka und Beit Habbak. maronitische Sœurs Missionnaires du Très Saint-Sacrement, Beit Habbak
(Sozialarbeit und Stipendienhilfe)
Libanon20’000.00
12.Mission de Vie, Antelias (Sozialarbeit)Libanon10'000.00
13.Griechisch-katholisch melkitisches Bistum Aleppo, Aleppo (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
14.Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Bosra, Hauran und Jabal Al-Arab , Khabab (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
15.Griechisch‑katholisch melkitisches Bistum von Lattaquieh und dem Tal der Christen, Lattaquieh (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
16.Association of Upper Egypt for Education and Development (AUEED): Deir el Ganadla School, Assiut (Schulbildung für arme Kinder)Ägypten20'000.00
17.Koptisch-katholisches Bistum von Minia, Minia (sozial-pastorale Belange)Ägypten5'000.00
18.Basmat al-Qarib: Bait Anya – Haus für ältere und behinderte Frauen, Bagdad (Sozialarbeit)Irak10‘000.00
Total Projekte310'000.00
Notfallkonto *30‘000.00
Gesamttotal340‘000.00

* Das Notfallkonto ist wichtig und wertvoll, erlaubt es uns doch, auf Krisen und Notsituationen in den Ländern des Nahen Ostens schnell und wirkungsvoll zu reagieren.

Der Schweizerische Heiligland Verein begegnet dieser Notwendigkeit auch durch Förderung anderer Projekte ausserhalb des Karwochenopfers. In unserer Zeitschrift "Heiliges Land" werden einige dieser Projekte vorgestellt, weitere können dank eingehender freier Spenden und mit der Herbstaktion unterstützt werden.

LandCHF
Palästina70‘000.00
Israel50‘000.00
Libanon95‘000.00
Syrien60‘000.00
Ägypten25‘000.00
Irak10‘000.00
310‘000.00
BereichCHF
Stipendienhilfe100‘000.00
Sozialarbeit105‘000.00
Sozial-pastorale Belange105‘000.00
310‘000.00

 

Karwochenopfer 2020: Dokumente zum Downloaden

Plakat zum Karwochenopfer 2020

Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2020

Flyer zum Karwochenopfer 2020

Fürbitten und Gebet zum Karwochenopfer 2020

Vorschlag zur Ankündigung und Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2020

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