Karwochenopfer

Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz organisieren wir das jährliche "Karwochenopfer für die Christen im Heiligen Land" in den römisch-katholischen Pfarreien und Ordensgemeinschaften. Die gesammelten Mittel kommen vollumfänglich lokalen kirchlichen Gemeinschaften oder Institutionen verschiedener Riten in den Ursprungsländern des Christentums zugute.

Wer die Lage in den Ursprungsländern des Christentums kennt, weiss, wie sehr die dortigen Christen auf Solidarität angewiesen sind.

Mit der Kollekte des Karwochenopfers fördert der Schweizerische Heiligland-Verein verschiedene Projekte in Israel, Palästina, Libanon, Syrien, Ägypten und Irak.

Appell der Bischöfe

Karwochenopfer 2018
"Beten, begegnen, spenden – Säulen der Solidarität"

Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Täglich erreichen uns aus den Ländern des Nahen Ostens Schreckensmeldungen. Wo die eine Kriegspartei vermeintlich besiegt ist, bilden sich wieder neue Fronten. Menschen, die fliehen mussten und vielleicht voller Hoffnung in ihre Heimat zurückgekehrt sind, müssen erneut fliehen. Angst ist ihr ständiger Begleiter! Glaube, Liebe und Hoffnung – grundlegende Tugenden des christlichen Lebens, die der Apostel Paulus uns allen ans Herz gelegt hat – werden weit in den Grundfesten erschüttert oder gehen gar verloren.

Unzählige Frauen und Männer engagieren sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen in all diesen Ländern und leisten einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Sie sind Lichtblicke auch in schwierigsten Zeiten. Das bezeugen unzählige Menschen. Die Unterstützung und Ermutigung durch die kirchlichen Hilfswerke ist auch in diesem Jahr dringend.

Mit dem Karwochenopfer, zu dem der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskanerkustodie Sie auch in diesem Jahr einladen, zeigen wir die tiefe Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern in den Ursprungsländern des Christentums. Wir rufen auch in dieser Karwoche die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz zur Solidarität mit den Christinnen und Christen im Nahen Osten auf. Wir wollen mit Spenden und Gebeten die einheimischen Kirchen und ihre Institutionen in ihren sozialen, pastoralen und katechetischen Tätigkeiten unterstützen.

Aber nicht nur Spenden helfen, sondern auch Begegnungen. Auf Reisen in die Länder des Nahen Ostens, die auch heute an viele Orte möglich sind, können wir unsere orientalischen Geschwister und ihre Lebenssituation näher kennenlernen. Da inzwischen auch zahlreiche Menschen aus den Ursprungsländern des Christentums in unserer Region leben, können wir ihnen auch hier begegnen und ihren Glauben, ihre Traditionen und ihr Leben besser kennenlernen.

Wir sind mit unseren Brüdern und Schwestern im Nahen Osten und auf der ganzen Welt auch im Gebet verbunden. Für diese Unterstützung, das bezeugen sie immer wieder, sind sie aus tiefstem Herzen dankbar.

Wir danken für Ihre Solidarität. Möge Gottes Segen auf diese geprüfte Region herabkommen und die ersehnte Versöhnung bringen.

Freiburg i. Ü., im März 2018
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte

Karwochenopfer 2018: Dokumente zum Downloaden

Plakat zum Karwochenopfer 2018

Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2018

Flyer zum Karwochenopfer 2018

Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2018

Fürbitten zum Karwochenopfer 2018

Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2018

Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2018

Karwochenopfer 2018: Projekt-Vorschläge

ProjektLandCHF
1.Universität Bethlehem, Bethlehem (Stipendienhilfe)Palästina30'000.00
2.Handwerkerschule der Salesianer, Bethlehem (Stipendienhilfe)Palästina20'000.00
3.Collège des Frères De La Salle, Ost-Jerusalem (Stipendienhilfe)Israel20'000.00
4.Ecole biblique et archéologique française, Jerusalem (Stipendienhilfe)Israel10'000.00
5.Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Akka, Haifa, Nazareth und dem ganzen Galiläa (Sozial-pastoraler Entwicklungsfonds Galiläa)Israel20'000.00
6.Haus Gnade, Haifa (Sozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit)Israel20'000.00
7.Gemeinschaft der Missionnaires de Saint Paul, Harissa (sozial-pastorale Belange)Libanon20'000.00
8.Armenisch-katholisches Patriarchat von Kilikien, Beirut (Sozialarbeit)Libanon15'000.00
9.Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Beirut und Jbeil (sozial-pastorale Belange)Libanon10'000.00
10.Paroisse Notre-Dame, Père Maroun Y. Ghafari, Alma Chaab (Sozialarbeit im Südlibanon)Libanon10'000.00
11.Waisenhaus und Schule der griechisch-katholisch melkitischen Sœurs de Notre-Dame du Bon Service, Jabboulé bei Baalbeck, NordlibanonLibanon10'000.00
12.Waisenhäuser und Schule in Ain Warka und Beit Habbak der maronitischen Sœurs Missionnaires du Très Saint-Sacrement, Ain Warka (Ghosta)Libanon20'000.00
13.Mission de Vie, Antelias (Sozialarbeit)Libanon10'000.00
14.Griechisch-katholisch melkitisches Bistums von Aleppo (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
15.Griechisch katholisch melkitisches Bistum von Lattaquieh und dem Tal der Christen (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
16.Griechisch-katholisch melkitisches Bistum von Bosra, Hauran und Jabal Al-Arab (sozial-pastorale Belange)Syrien20'000.00
17.Association of Upper Egypt for Education and Development (AUEED) -: Deir el Ganadla School, Assiut (Schulbildung für arme Kinder)Ägypten20'000.00
18.Koptisch-katholisches Bistum, Minia (sozial-pastorale Belange)Ägypten5'000.00
19.Basmat al-Qarib: Bait Anya – Haus für ältere und behinderte Frauen, Bagdad (Sozialarbeit)Irak10'000.00
Total Projekte310'000.00
Notfallkonto *30‘000.00
Gesamttotal340‘000.00

* Das Notfallkonto ist wichtig und wertvoll, erlaubt es uns doch, auf Krisen und Notsituationen in den Ländern des Nahen Ostens schnell und wirkungsvoll zu reagieren.

Der Schweizerische Heiligland Verein begegnet dieser Notwendigkeit auch durch Förderung anderer Projekte ausserhalb des Karwochenopfers. In unserer Zeitschrift "Heiliges Land" werden einige dieser Projekte vorgestellt, weitere können dank eingehender freier Spenden und mit der Herbstaktion unterstützt werden.

LandCHF
Palästina50‘000.00
Israel70‘000.00
Libanon95‘000.00
Syrien60‘000.00
Ägypten25‘000.00
Irak10‘000.00
310‘000.00
BereichCHF
Ausbildung100‘000.00
Sozialarbeit95‘000.00
Sozial-pastorale Belange115‘000.00
310‘000.00

 

Rechenschaftsbericht: Verwendung Karwochenopfer 2016

So wurde das Karwochenopfer verwendet
Das Karwochenopfer 2016 ergab das beeindruckende Ergebnis von 813'069.56 Franken. Diese Solidarität mit den Menschen im Nahen Osten erfüllt uns mit grosser Freude und tiefer Dankbarkeit. Der unermüdliche Einsatz der Pfarreien und Pfarreimitarbeitenden für diese Kollekte und die Empfehlung der Schweizer Bischofskonferenz sind wertvoll und unersetzlich. Herzlichen Dank.

Traditionell geht je die Hälfte des Karwochenopfers an die Kustodie der Franziskaner und an den Schweizerischen Heiligland-Verein. Die Franziskaner verwenden ihren Anteil wiederum für die Not leidenden Menschen in Syrien. Wir unterstützen in Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und Urak die einheimischen Kirchen und ihre Institutionen, die sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und in der Pastoralarbeit engagieren.

Das Notfallkonto
Sie kennen die schwierige Lebenssituation in den Ländern des Nahen Ostens. Wir berichten in unserer Zeitschrift regelmässig darüber. Dank dem Notfallkonto des Karwochenopfers können wir bei Krisen oder Notfällen glücklicherweise schnell reagieren, wie in den letzte Jahren in Ägypten, Syrien und im Irak. Der Überschuss kommt im Berichtsjahr verschiedenen Projekten in Syrien, Libanon und Irak zugute.

Verteilung nach Aufgaben 
Einer unserer Schwerpunkte ist die Förderung des Bildungswesens. Dafür wurden 100'000 Franken verwendet. Damit wurden beispielsweise das Collège des Frères De La Salle in Ost-Jerusalem und die Ecole Biblique et Archéologique Française in Jerusalem unterstützt, aber auch die Handwerkerschule der Salesianer und die Bethlehem University in Bethlehem und eine Schule der AUEED im oberägyptischen Assiut.

Ein anderer Schwerpunkt ist die Sozialarbeit. Mit insgesamt 95'000 Franken haben wir Kinderheime für Sozialwaisen in verschiedenen Gegenden des Libanon unterstützt, aber auch Sozialwerke wie Haus Gnade in Haifa oder Mission de Vie in Antelias (Beirut). Die Sozialarbeit der kirchlichen Institutionen ist äusserst wichtig, die Verantwortlichen sind nahe bei den Armen und Bedürftigen. Oft leisten sie Überlebenshilfe, denn die wortschaftliche Situation ist in keinem der Länder des Nahen Ostens genügend stabil.

Der dritte Schwerpunkt ist die sozialpastorale Arbeit, wofür 115'000 Franken eingesetzt wurden. Für die Verantwortlichen der Kirchen ist diese finanzielle Unterstützung eine grosse Entlastung. Die Seelsorger und Pfarreimitarbeitenden leisten wertvolle Jugendarbeit, erteilen Religionsunterricht, führen Lager für Kinder, Jugendliche und Behinderte durch und bieten Weiterbildungskurse an.