Reisen

Bischof Felix Gmür begleitet Pilgerfahrt 2021 nach Israel und Palästina

«Jede Heiliglandreise ist eine Solidaritätsreise»

Bischof Felix Gmür begleitet die vom Heiligland-Verein im Herbst 2021 organisierte Pilgerreise ins Heilige Land. Der Bischof kennt viele Länder des Nahen Ostens und ist von der Vielfalt der christlichen Kirchen und Konfessionen fasziniert. Eine Reise zu den «Orten, wo Jesus gewirkt hat», ist laut Bischof Felix ein wichtiges Zeichen unserer Verbundenheit mit den Christinnen und Christen in der Heimat unseres Glaubens.

«Jede Heiliglandreise ist auch eine Solidaritätsreise», sagt Bischof Felix Gmür im Gespräch: Konkrete Solidarität mit den Christinnen und Christen, die in den Ländern des Nahen Ostens leben und trotz schwierigen Bedingungen in ihrer Heimat bleiben wollen. Weil Religion immer auch mit ethnischer Zugehörigkeit verbunden sei, so der Bischof, würden die Christen der orientalischen Kirchen «zwischen verschiedenen Interessen aufgerieben». Deshalb wird die SHLV-Pilgergruppe verschiedene einheimische christliche Gemeinschaften und Institutionen besuchen – das «Haus Gnade» in Haifa etwa und eine Schule der Lasalle-Schulbrüder in Jerusalem. Auch das Caritas Baby Hospital in Bethlehem, dessen Protektor der Bischof von Basel zusammen mit dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger ist.

Exerzitien vor Bischofsweihe in Jerusalem

Bischof Felix Gmür bereiste schon viele Länder des Nahen Ostens – Palästina, Israel, Libanon, Syrien, Irak, Jordanien, Ägypten – und für die Exerzitien vor seiner Bischofsweihe im Jahr 2011 begab er sich nach Jerusalem. Gerade in der «Heiligen Stadt» fasziniere ihn die grosse Vielfalt innerhalb der Christenheit, sagt der Bischof: «Es gibt viele, ganz unterschiedliche Konfessionen von den orthodoxen und unierten über die lateinische bis zu den Kirchen der Reformation.» Auf der SHLV-Reise wird diese Vielfalt immer wieder erlebt werden können, besonders natürlich in der Geburtskirche in Bethlehem und in der Jerusalemer Grabeskirche.

Die biblischen Erzählungen neu entdecken

Den wichtigsten Grund für eine Pilgerreise nach Israel und Palästina sieht Bischof Felix Gmür darin, «die Orte zu besuchen, an denen Jesus gewirkt hat, und sehen, wie es dort tatsächlich ist». An den «Orten der Heilsgeschichte» würden sich die Erzählungen des Alten und Neuen Testaments der Pilgerin, dem Pilger in überraschender, ungewohnter Weise neu, tiefer erschliessen. Umso mehr freut sich Bischof Felix auf die fünf Tage, die er im Herbst 2021 mit der SHLV-Pilgergruppe am See Genezareth, auf dem Berg Carmel und in Jerusalem unterwegs sein wird, auf die Begegnungen mit den Menschen und den Orten, auf die gemeinsamen Gottesdienste und den Austausch innerhalb der Gruppe.

Boris Schlüssel, Oberwil bei Zug

Prospekt mit Anmeldung Pilgerreise mit Bischof Felix Gmür und Vikar Boris Schlüssel

Biblische Reise ins Heilige Land - Begleitet von Bischof Felix Gmür und Vikar Boris Schlüssel

 

Sonntag, 26. September 2021, bis Mittwoch, 6. Oktober 2021

Reiseprogramm der Heiligland-Reise

1. Tag, Sonntag, 26. September 2021
Zürich - Tel Aviv - Bethlehem
Wir treffen uns auf dem Flughafen Zürich. Pass- und Sicherheitskontrolle. Abflug um 09.45 mit Swiss nach Tel Aviv. Empfang durch den Reiseleiter und Fahrt hinauf nach Bethlehem ins palästinensische Westjordanland. Nachtessen und Übernachtung in Bethlehem.

2. Tag, Montag, 27. September 2021
Bethlehem: Geburtskirche, Hirtenfelder,
Caritas 
Kinderspital
Unser erster Besuch im Heiligen Land gilt der Geburtskirche Jesu, eine der ältesten Kirchen auf der Welt. Danach fahren wir hinunter nach Beit Sahour zu den Hirtenfeldern. Das Caritas Baby Hospital, unsere nächste Station, wird durch die Weihnachtskollekte der Schweizer Katholikinnen und Katholiken wesentlich mitfinanziert. Hier feiern wir miteinander Eucharistie. Auch ein SHLV-Projekt werden wir besuchen. Abendessen und Übernachtung in Bethlehem.

3. Tag, Dienstag, 28. September 202
Wadi Qelt - Georgskloster - Totes Meer - Jericho
Wir verlassen Bethlehem und fahren über 1000 Höhenmeter hinunter zum Toten Meer, den am tiefsten gelegenen See der Erde. Die Fahrt führt uns durch das Wadi Qelt, bekannt als «Tal des Barmherzigen Samariters». Wir machen Halt beim Georgskloster und spazieren in der Umgebung dieses orthodoxen Wüstenklosters. Nach einem kurzen Abstecher an Qumran vorbei ans Tote Meer gelangen wir nach Jericho, eine wichtige Stadt im palästinensischen Gebiet – und in der Bibel: hier lebten die Hure Rahab, der Zöllner Zachäus und der blinde Bartimäus. Abendessen und Übernachtung in Jericho.

4. Tag, Mittwoch, 29. September 2021
Jericho - Jordantal - See Genesareth
Nach der Besichtigung der archäologischen Spuren auf dem Tel Jericho und dem Besuch der «Taufstelle» am Jordan brechen wir auf nach Galiläa und folgen dem Lauf des Flusses nordwärts. Unterwegs machen wir Halt in Beth Shean und besichtigen die Ausgrabungen von Skythopolis, einer heidnischen Dekapolis-Stadt der Zeit Jesu. Schliesslich erreichen wir den See Genesareth, an dessen Ufern Jesus die anbrechende «Gottesherrschaft» verkündet, Kranke geheilt, Dämonen ausgetrieben, Hungrige gespiesen hat und bei Sündern und Zöllnern zu Gast war. Abendessen und Übernachtung am See.

5. Tag, Donnerstag, 30. September 2021
Berg der Seligpreisungen - Tabgha - Kapharnaum
- Kibbuz En Gev
Heute bewegen wir uns rund um den See Genesareth: Vom Berg der Seligpreisungen wandern wir hinunter an den See. Ein schmaler Pfad führt nach Tabgha (Gedenkstätte der Brotvermehrung), wo wir am See Eucharistie feiern. Im nahen Kapharnaum besuchen wir die Ruinen der Synagoge und des «Haus des Petrus». Mit dem Schiff gehts ins Gebiet der «Zehn Städte» (Dekapolis). Im Kibbuz En Gev wird uns der traditionelle «Petersfisch» serviert. Abendessen und Übernachtung am See.

6. Tag, Freitag, 1. Oktober 2021
Banyas - Caesarea Philippi - Chorazin
Wir fahren hinauf zu den Golan-Höhen, eine landschaftlich wunderschöne, aber sehr umstrittene Gegend östlich vom See Genesareth. Nahe an der Grenze zu Syrien machen wir Halt – Zeit für einen Moment der Stille und des Gedenkens an die vom Krieg gequälten Menschen. Ganz im Norden Israels gelangen wir zur Burg Nimrod aus der Kreuzfahrerzeit und nach Banyas, dem biblischen Caesarea Philippi – für Jesus ein wichtiger Ort der Klärung und Entscheidung. Nach einem Spaziergang bei den Jordan-Quellen geht es via die Ausgrabungen des Dorfes Chorazin, einem Wirkungsort Jesu, zurück zum See Genesareth. Bischof Felix Gmür wird am Abend zu uns stossen und die kommenden Tage mit uns unterwegs sein. Abendessen und Übernachtung am See.

7. Tag, Samstag, 2. Oktober 2021
Nazareth: Verkündigungsbasilika - Suq -
Gabrielskirche - Berg Tabor
Heute fahren wir ins galiläische Bergland in die arabische Stadt Nazareth, wo Jesus aufgewachsen ist und während dreissig Jahren gelebt hat. Wir besuchen die katholische Verkündigungsbasilika und spazieren durch den Suq (Bazar) zum «Marienbrunnen» in der orthodoxen Gabrielskirche. Auch der Besuch in einem SHLV-Projekt ist vorgesehen vorgesehen. Auf dem Rückweg bringen uns Kleinbusse hinauf auf den Berg Tabor, den «Berg der Verklärung». Nach der Eucharistiefeier geniessen wir die wunderbare Aussicht, je nach Wetter bis ans Mittelmeer, in die jordanischen Berge, ins nördliche Galiläa. Abendessen und Übernachtung am See.

8. Tag, Sonntag, 3. Oktober 2021
Haifa: Haus Gnade, Carmel - Jerusalem
Heute verlassen wir den See Genesareth und fahren ans Mittelmeer. In Haifa besuchen wir das «Haus Gnade», eines der wichtigsten Projekte des Schweizerischen Heiligland-Vereins. Die palästinensisch-schweizerische Familie Shehade betreut mit ihrem Team entlassene Gefangene. Nach der sonntäglichen Eucharistie und einem Halt auf dem Berg Carmel, wo eine wichtige Episode der biblischen Elija-Erzählung spielt, geht’s zuerst der Küste entlang Richtung Süden und schliesslich hinauf ins judäische Bergland nach Jerusalem. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

9. Tag, Montag, 4. Oktober 2021
Jerusalem: Ölberg, Via dolorosa, Grabeskirche
Am Morgen geniessen wir vom Ölberg den wohl bekanntesten Blick auf Jerusalems Altstadt. Auf unserem Spaziergang machen wir Station in der Himmelfahrtsmoschee, der Paternoster-Kirche, dem Kirchlein «Dominus flevit» und im Garten Gethsemane. Am Nachmittag betreten wir die Altstadt durch das Stephanstor und gelangen über die traditionelle «Via Dolorosa» zur Grabeskirche. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

10. Tag, Dienstag, 5. Oktober 2021
Jerusalem: Dormitio, Westmauer, Tempelberg
Mit dem Besuch der Dormitio-Kirche und Abendmahlssaal beginnen wir den letzten Tag in Jerusalem. Durch die Gassen der Altstadt gelangen wir zur Westmauer («Klagemauer»), einer wichtigen religiösen Stätte des Judentums. Nach Möglichkeit besuchen wir auch den Tempelberg, wo der islamische Felsendom und die al-Aqsa-Moschee stehen. Der Besuch in einer La Salle-Schule, einem SHLV-Projekt, beschliesst diesen Tag. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

11. Tag, Mittwoch, 6. Oktober 2021
Jerusalem - Abu Gosh - Tel Aviv - Zürich
Nach dem Morgenessen werden wir zusammen mit Bischof Felix Gmür den Abschlussgottesdienst feiern, bevor wir zum Flughafen Tel Aviv aufbrechen. Unterwegs machen wir Station im benediktinischen Doppelkloster in Abu Gosh. Unser Rückflug startet um 16.30 Uhr. Landung in Zürich um 19.50 Uhr. Danach individuelle Heimkehr.

Interessenten melden sich bei: Vikar Boris Schlüssel, Katholisches Pfarramt Bruder Klaus, Bruder-Klausen-Weg 2, 6317 Oberwil bei Zug, Telefon 076 332 62 18, boris.schluessel@kath-zug.ch

Anmeldeschluss: 31. Mai 2021

Vergangene Reisen

Reiseberichte
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Pilgerreisen
Warum Reisen? „Wie freute ich mich, als man mir sagte: Kommt, wir ziehen hinauf zum Haus des Herrn!“ (Psalm 122). Das Pilgern an heilige Stätten ist eine uralte Tradition. Pilgerwege und -reisen helfen mit, das Unterwegssein auf dieser Welt zu verstehen und in einen grösseren Zusammenhang zu stellen. Das Pilgern auf den Spuren der Bibel kann zu einem tiefgreifenden religiösen Erlebnis werden.

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