Reisen

Der Heiligland-Verein organisiert seit über hundert Jahren Pilger und Begegungsreisen. Dabei achten wir auf faire Preise. 90% der Christinnen und Christen in Israel und Palästina leben direkt oder indirekt vom Tourismus. Der Schweizerische Heiligland-Verein ist bemüht, bei der Organisation und Durchführung von Reisen an die heiligen Stätten nach Möglichkeit auch christliche Gesellschaften, Reiseführer, Chauffeure, Restaurants, Läden etc. zu berücksichtigen, weil die Christen in diesen Ländern unsere Solidarität dringend benötigen.

Wer sind die Menschen, die Geld vom Schweizerischen Heiligland-Verein für ihr Engagement bekommen? Was tun sie damit? Wie sehen sie ihre Zukunft? Und: Was wünschen sie sich von uns?» All diese Fragen stehen im Hintergrund der Begegnungsreisen von Vorstandsmitgliedern des SHLV gemeinsam mit Ihnen, den Spenderinnen und Spendern. Es sind wertvolle Begegnungen und gemein­same Gespräche, die während unserer Reise möglich werden. Wir werden einen tiefen Ein­blick in die Lebenswelt und die Lebenserfah­rungen der Menschen bekommen, mit denen der SHLV zusammenarbeitet. Und nicht nur das: wir selber werden reich beschenkt von diesen Männern und Frauen – ihre Gastfreund­schaft kann uns tief berühren und wiederum neu motivieren, uns für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Nicht nur das: auf unserer Reise werden wir auch einige Sehenswürdigkeiten in diesem nordafrikanischen Land besuchen, um so den kulturellen und geschichtlichen Hintergrund des Landes und der Menschen, die dort leben, zu erfahren.

Reise nach Israel/ Palästina - zu den Quellen unseres Glaubens

Sonntag, 13. September 2020, bis Freitag, 25. September 2020 mit Martha Troxler, Mitglied des Schweizerischen Heiligland-Vereins, Sursee

Voraussichtliches Reiseprogramm der Heiligland-Reise

 

1. Tag, Sonntag, 13. September 2020
Aufbruch ins gelobte Land
Wir treffen uns auf dem Flughafen Zürich. Pass- und Sicherheitskontrolle. Abflug um 09.45 mit Swiss nach Tel Aviv. Empfang durch den Reiseleiter und Fahrt hinauf nach Bethlehem ins palästinensische Westjordanland. Nachtessen und Übernachtung in Bethlehem.

2. Tag, Montag, 14. September 2020
Vom Rand in die Mitte
Den Tag beginnen wir auf der Fluchtburg des Herodes, dem Herodion. Von der Palastfestung aus haben wir eine weite Sicht und können den Blickwinkel von Herodes einnehmen. Wir fahren zu den Hirtenfeldern und schauen aus dem Blickwinkel der Hirten auf die Geburt Jesu. Zur Mittagszeit besuchen wir die Geburtskirche Jesu. Am Nachmittag bleibt Zeit für einen Bummel durch die Milchgrottenstrasse und die Altstadt von Bethlehem. Übernachtung in Bethlehem.

3. Tag, Dienstag, 15. September 2020
«Mache es wie Gott – werde Mensch» – Gelebter Friede
Am Morgen besuchen wir das Caritas Baby Hospital, wo ich von 1998 – 2004 gearbeitet habe. Für dieses Kinderspital wird in unseren Kirchen an Weihnachten die Kollekte aufgenommen. In der Kapelle stimmen wir uns ein auf den heutigen Tag. Die Begegnung mit der Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa gibt uns Einblick in das Leben der Menschen in Bethlehem und die Versorgung von kranken Kindern. Wir gehen zur sieben Meter hohen Mauer, die Palästina von Israel trennt. Nach dem Mittagessen fahren wir zum Friedensprojekt «Zelt der Völker», wo wir Daoud Nasser und seiner christlichen
Familie begegnen. Er wird uns von der schwierigen Arbeit auf dem Landgut, das von Siedlungen umgeben ist, erzählen. Übernachtung in Bethlehem.

4. Tag, Mittwoch, 16. September 2020
Freund Gottes contra Macht - Wasser, das trägt
Wir verlassen Bethlehem und fahren in die orientalische Stadt Hebron. Auf arabisch heisst die Stadt Al Chalil, d.h. der Freund und meint Abraham, den Gottesfreund. Hier besuchen wir die Patriarchen- und Matriarchengräber. Weiterfahrt über Arad nach Massada. Mit der Seilbahn lassen wir uns auf das Hochplateau bringen. Massada, die Festung von Herodes dem Grossen war zur Zeit des ersten jüdischen Krieges von Bedeutung und zeugt von Selbstbehauptung und Widerstandskraft. Danach erfrischen wir uns am Toten Meer. Auch wer nicht schwimmen kann, darf sich vom Wasser tragen lassen. Wir fahren hinauf nach Jerusalem und ziehen hinein in die Stadt. Bezug des Gästehauses in Jerusalem, wo wir fünf Nächte bleiben werden.

5. Tag, Donnerstag, 17. September 2020
Jerusalem – am Puls von drei Weltreligionen
Jerusalem ist die Heilige Stadt der Juden, Christen, Muslime. Durch die engen Gassen von Jerusalem gelangen wir zur Klagemauer, die den Juden heilig ist. Wir steigen hinauf auf den Tempelberg mit dem Felsendom und der Al Aksa-Mosche, dem Heiligtum der Muslime. Das christliche Jerusalem erkunden wir von St. Anna her. Am Ort der Kreuzfahrerkirche besichtigen wir auch den Bethesda-Teich. Auf dem Kreuzweg denken wir an das Leiden und Sterben Jesu. Wir halten inne bei der 6.Station (Veronika reicht Jesus das Schweisstuch). Der Weg geht weiter zur Grabeskirche, wo Jesus gekreuzigt und ins Grab gelegt wurde und auferstanden ist. Dem Cardo, der antiken Hauptstrasse entlang gelangen wir zum Abendmahlssaal, dem Erinnerungsort der Fusswaschung und des Brotteilens.

6. Tag, Freitag, 18. September 2020
Über den Berg kommen – erste und letzte Wege Jesu
Den Tag beginnen wir im israelischen Museum, wo wir die Schriftrollen von Qumran bestaunen. Am Modell von Jerusalem verschaffen wir uns einen Überblick über die Stadtanlage. Der Bus bringt uns auf den Ölberg. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt Jerusalem. Nach dem Besuch der Himmelfahrtsmosche und der Pater Noster-Kirche wandern wir vorbei an jüdischen Gräbern zum Kirchlein «Dominus flevit» bis zum Garten Gethsemane mit den uralten Olivenbäumen. Gleich daneben liegt das Mariengrab. Nach dem Mittagessen verweilen wir in Gallicantu  (Hahnenschrei), am Ort, wo Petrus Jesus verraten hat. In einer kleinen Feier erinnern wir uns an das Bibelwort: «Nach dem Lobgesang (Abendmahl) gingen sie zum Ölberg hinaus….» Nach Sonnenuntergang beginnt der Sabbat und zugleich das jüdische Neujahrsfest, Rosh Hashana.

7. Tag, Samstag, 19. September 2020
Gastfreundschaft – Wüste - Wasser
Ein paar Kilometer östlich von Jerusalem beginnt die Wüste. Wir wandern durchs Wadi al Qelt, auf dem alten Weg, der nach Jericho hinabführt, bis zum Georgskloster. Wer nicht gut zu Fuss und nicht trittsicher ist, fährt mit dem Bus zum Kloster und macht einen Halt am Ort der Herberge des barmherzigen Samariters. Gemeinsam treffen wir uns wieder an der Taufstelle am Jordan. Bevor wir zurückfahren legen wir einen Halt ein beim Tell (Ausgrabung) von Jericho, einer der ältesten Stadt der Welt. Der Weg von Jericho nach Jerusalem überwindet 1000 Höhenmeter. Bethanien war zur Zeit
Jesu der erste Ort nach dem Aufstieg auf dem steinigen, gefährlichen Weg. Bethanien, der Ort der Gastfreundschaft, des Freundes von Jesu, Lazarus, und der Maria und Martha. Bethanien ist heute von Jerusalem durch die Mauer getrennt.

8. Tag, Sonntag, 20. September 2020
Tag der Erinnerung – Tag der Ruhe
Auf einem kleinen Spaziergang gelangen wir zum Zionsberg mit der Dormitio-Abtei. Wir feiern den Sonntags-Gottesdienst zusammen mit der deutschsprachigen, benediktinischen Gemeinschaft. So erinnern wir uns an den Auftrag: «Tut dies zu meinem Gedächtnis». Nach dem Gottesdienst ist freie Zeit. Vielleicht gehen sie an die Klagemauer, wo die Juden ihr Fest feiern oder sie erkunden andere Sehenswürdigkeiten. Am frühen Abend treffen wir uns mit Sr. Monika Düllmann, die in Jerusalem ein Sterbe-Hospiz leitet. Den Abend lassen wir bei einem arabischen Essen in der Nähe des Gästehauses
ausklingen. Letzte Nacht in Jerusalem.

9.Tag, Montag, 21. September 2020
Durch Samarien nach Galiläa – ein umstrittenes Gebiet
Bevor wir Jerusalem verlassen besuchen wir die Erinnerungsstätte Yad Vashem. Anschliessend führt die Fahrt durch Samarien - palästinensisches Gebiet - nach Galiläa. In Nablus besuchen wir den Jakobsbrunnen. Hier begegnete Jesus der samaritanischen Frau und bat diese: «Gib mir zu trinken». Danach gelangen wir an den See Genesareth. Für die nächsten vier Nächte finden wir auf dem Berg der Seligpreisungen eine Bleibe, im Gästehaus der Franziskanerinnen mit Gartenanlage und schattigen Bäumen. Vom Berg der Seligpreisung geniessen wir einen wunderbaren Blick auf den See
Genesareth.

10. Tag, Dienstag, 22. September 2020
Wahlheimat Jesu – rund um den See Genesareth
Im Gebiet um den See Genesareth treffen wir auf Orte, wo Jesus gepredigt, Kranke geheilt und den Menschen begegnet ist. In der Wahlheimat Jesu liegt der Berg der Seligpreisungen, der Ort der Brotvermehrung, Kapharnaum mit den Ruinen der Synagoge und dem «Haus des Petrus». Am See und in der Landschaft entdecken wir die Geschichten der Bibel. Diese Landschaft wird zum
«fünften Evangelium». Mit dem Schiff fahren wir ans «andere Ufer des Sees», nach En Gev, wo wir uns den Petrusfisch servieren lassen. Am Ufer des Sees Genesareth feiern wir einen Gottesdienst und schliessen den Tag ab.

11. Tag, Mittwoch, 23. September 2020
Zu den Quellen des Jordans – Golanhöhen
Heute fahren wir mit dem Bus durchs Huletal in eine wunderschöne Landschaft, aber auch in eine politisch umstrittene Gegend, die Golanhöhen. Wer gut zu Fuss ist wandert dem Jordan nach zurück zur Quelle. Die andern fahren mit dem Bus. Die Quelle Banjas liegt bei Cäsarea Philippi und ist eine der drei Jordanquellen. Danach fahren wir weiter auf die Golanhöhen. Vom Har Bental – einem  Aussichtspunkt – haben wir Gelegenheit, weit nach Syrien hinüber zu schauen. Auf dem Rückweg halten wir in Katzrin für eine kleine Weindegustation des einheimischen Weins vom Golan.

12. Tag, Donnerstag, 24. September 2020
Himmel und Alltag – Anruf und Zusage
In Nazareth verkündete der Engel Gabriel Maria die Geburt eines Sohnes. Hier verbrachte Jesus seine Kindheit und Jugendzeit und lehrte in der Synagoge. Wir besuchen die Verkündigungsorte in der arabisch geprägten Stadt und spazieren durch den Bazar zur Synagoge. Neben dem damaligen «Nest» Nazareth liegt die antike Kaiserstadt Sepphoris. Wir bestaunen hier die wunderschönen
Mosaiken. Danach Fahrt mit Kleinbussen auf den Berg Tabor, wo wir einen weiten Blick über die Isreel-Ebene haben. Auf der Rückfahrt legen wir einen Halt in Magdala ein, das erst kürzlich ausgegraben
wurde. Am Abend halten wir mit einer Besinnung Rückschau auf unsere gemeinsamen Tage im Heiligen Land.

13. Tag, Freitag, 25. September 2020
Beschenkt, dankbar und mit neuer Glaubenskraft
zurück in den Alltag
Fahrt dem Mittelmeer entlang nach Tel Aviv mit einem Zwischenhalt in Cäsarea Maritima. Weiterfahrt zum Flughafen. Check-in und Sicherheitskontrolle. Rückflug im Verlaufe des Nachmittags nach Zürich. Ankunft um ca. 19.15 Uhr in Zürich.

Interessenten melden sich bei: Martha Troxler, Mitglied des Schweizerischen Heiligland-Vereins, Telefon 041 920 12 68, marthatroxler@gmx.net

Anmeldeschluss: 31. Mai 2020

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